|
|
|
|
27.12.2005 Dessau Hangar
"Zwischen
den Jahren" ging es zum Jahresabschluss in den Osten nach Dessau. Die
"Bauhaus"-Stadt (nein, nicht der Heimwerkermarkt, sondern die Kunst-, Design-
und Architekturschule der klassischen Moderne), in der früher auch die bekannten
"Tante Ju"-Flugzeuge gebaut wurden, war für Echoes Neuland. Dabei gestaltete
sich schon die Abfahrt in Aschaffenburg anders als sonst, weil nur drei von
sechs Leuten im Bus saßen. Der Rest stieg unterwegs nach und nach zu oder kam
direkt nach Dessau. Grund waren die weihnachtlichen Familienbesuche. Da war nach
drei Tagen Schlemmen und Faulenzen ein "Verdauungskonzert" ganz und gar nicht
verkehrt. Das Wetter war wintermäßig und machte die ohnehin lange Anreise noch
länger. Entschädigt wurden wir nach der Ankunft von Frank Lehmann und seiner
Crew, die alles für einen sehr angenehmen Aufenthalt getan hatten. Der Hangar
ist eine ebenso schöne wie große Halle, die leider nicht so gut gefüllt war, wie
sich das alle Beteiligten gewünscht hatten. Offensichtlich war die
Weihnachts-Trägheit bei manchem auch nach den Feiertagen noch recht groß, dazu
kam das schlechte Wetter. Diejenigen, die kamen, mussten es aber keineswegs
bereuen, denn die Band-Maschine lief trotz der Reise-Strapazen nahezu perfekt
und sorgte bei allen für gute Laune.
Da Lee am nächsten Tag noch ein Konzert zu spielen hatte, war die Abreise recht
früh angesetzt, zumal weiterer Schneefall angesagt war. So kam nur Steffen, der
nach Berlin weiterreiste, in den (eiskalten) Genuß, sich noch das Bauhaus und
die Meisterhäuser anzuschauen. Das kann der Rest der Band dann ja vielleicht
beim nächsten Gastspiel in Dessau nachholen - dann hoffentlich ohne Kälte und
Schnee...
Ein Dankeschön an alle, die trotz Frau Holle den
Weg in den Hangar fanden und natürlich an Frank Lehmann und seine Mitarbeiter
für tolle Gastfreundschaft.
Da Olli im Januar und Februar mit Joana Zimmer auf
Tour ist, haben Echoes zunächst wieder einmal Pause, bevor es im März
weitergeht. Bis dahin wünschen wir uns und euch eine gute Zeit :-).
 |
|
17.12.2005
Lüdenscheid Schützenhalle "Christmas Rock"
Pünktlich
zu "Christmas Rock" in Lüdenscheid zeigte sich Frau Holle von ihrer besten
weihnachtlichen Seite. Schön für die Atmosphäre, schlecht für uns und unsere
Siegerländer bzw. Sauerländer "Schlittenfahrt", denn die A45 veränderte ihren
Fahrbahnbelag von grau nach weiß. Allerdings waren wir (bis auf Olli...) so
clever, rechtzeitig loszufahren. Letzten Endes kamen wir dann doch alle
rechtzeitig und wohlbehalten in Lüdenscheid an und waren angenehm überrascht.
Bislang kannten wir Lüdenscheid nur in Zusammenhang mit einem abfälligen
Wortspiel, welches Schalke-Fans gebrauchen, wenn sie den Namen von Dortmund
nicht aussprechen wollen. Aber auch die Schützenhalle stieß auf Begeisterung.
Groß, wuchtig und fast schon pompös - ein idealer Rahmen also. Zunächst
begrüßten wir unsere Kollegen von Mayqueen, mit denen wir ja schon in
Neu-Isenburg beim "Open Doors-Festival" gespielt hatten. Diesesmal machten wir
den Auftakt in der mit knapp 2.000 Besuchern sehr gut gefüllten Halle. Nachdem
wir eine zehnwöchige Pause hinter uns hatten, lief nicht alles 100%ig rund, aber
im Großen und Ganzen war es ein guter Gig, der uns vom tollen Publikum auch mit
Begeisterung gedankt wurde. Das wurde auch deutlich, als Olli das Publikum ein
Geburtstagsständchen für seinen Vater singen ließ. Der feierte an diesem Abend
seinen 65. und musste den größten Teil des Abends auf seinen Sohn verzichten.
Olli nahm das Ständchen auf Handycam auf, hetzte nach dem Gig durch das
nächtliche Schneetreiben zur Familienfeier und präsentierte seinem Dad das
Video. Leider hat der Rest von uns sein Gesicht nicht gesehen :-).
Der "Rest" entspannte sich nach dem Abbau in der Garderobe oder schaute Mayqueen
zu, die u.a. ein gesanglich sehr beeindruckendes "Bohemian Rhapsody" vom Stapel
ließen und die Halle nicht nur damit zum Kochen brachten. Absolut sehens- und
hörenswert!
Nachdem die Hotelbar schon geschlossen hatte, legten wir uns notgedrungen gleich
schlafen. Am anderen Tag ging es nach dem Frühstück zurück in die Heimat. Eine
Fahrt durch eine Winterlandschaft kann durchaus sehr schön sein, vor allem wenn
die Straßen frei sind. Das war der Fall, und so waren wir pünktlich zum
Mittagessen wieder zuhause.
Ein Dankeschön geht an Jürgen
Wigginghaus und Dirk Schönfeld vom Nachtflug e.V., Jan und Peter von der Technik
und natürlich - wie immer - an das sehr aktive Publikum.
Jetzt stehen erst einmal die wohlverdienten Feiertage an, anschließend werden
wir am 27.12. in Dessau unser Jahresabschlusskonzert spielen.
 |
|
08.10.2005
Lorsch Musiktheater Rex
Wieder
ging es in die Nähe von Mannheim. Das Rex in Lorsch (einer der wenigen Läden,
die von einer Damen-Mannschaft geführt werden) ist ja nun schon ein arrivierter
Club. Dennoch dauerte es eine zeitlang, bis auch wir dort unsere Visitenkarte
abgeben konnten. Jetzt war es endlich so weit. Das Rex, ein altes Kino, ist ein
sehr schöner und stilechter Rock-Laden, in dem wir uns sofort wohlfühlten. Als
Opener gab es - Surprise, surprise! - wieder einmal "Echoes" zu hören, was in
Teilen des Publikums für hörbare Verzückung sorgte. Man merkte natürlich, dass
wir in letzter Zeit viele Konzerte gespielt haben, denn wir bewegten uns
ganggenau und sicher wie ein Uhrwerk durch das Programm - von den
unvermeidlichen kleinen Fehlern mal abgesehen. Inzwischen bewegen wir uns auf
dem dünnen floydianischen Eis jedoch schon sehr sicher. Gerade "Pigs", noch vor
einem Jahr fast noch so eine Art "Sicherheitsrisiko", sitzt inzwischen wie die
sprichwörtliche Faust auf dem Auge und macht uns und dem Publikum einen großen
Spaß. Allen voran natürlich Olli, der sich an seiner Gitarre einmal mehr in
allen Facetten austoben durfte.
Ein schönes Konzert mit kurzer Heimfahrt - was will
man mehr? Ein Dankeschön an Margit und Team vom Rex, sowie dem erneut
lautstarken Publikum. Ein Wiedersehen mit dieser Location im Jahr 2006 ist mehr
als wahrscheinlich!
Nun folgt erst einmal eine längere Live-Pause, die
sich die Band auch redlich verdient hat. Diese Pause wird von den einzelnen
Musikern dafür genutzt mal wieder Urlaub zu machen, die Wohnung zu renovieren
oder der inzwischen liegengebliebenen "richtigen" Arbeit nachzugehen. "Maximal
20 Konzerte im Jahr" war einmal die Losung von Echoes. Über dieses Ziel ist die
Band schon jetzt hinausgeschossen. Die Befürchtung, es könnte uns irgendwann
langweilig werden, ist jedoch völlig unbegründet. Im Gegenteil: Dadurch, dass
wir mit unseren Konzerten in soviele Regionen Deutschlands und auch ins Ausland
kommen, ist die Zeit on Tour so aufregend und interessant wie nie zuvor. Deshalb
werden wir auch 2006 nicht kürzer treten - versprochen! Achja: Die ersten
Termine für nächstes Jahr sind dann auch schon wieder online :-).
 |
|
30.09.2005
Ludwigshafen-Oppau Bürgerhaus
Ganz ehrlich: Wer vermutet unweit des wenig
ansehnlichen BASF-Molochs schon eine so schöne Halle wie das Bürgerhaus in
Ludwigshafen-Oppau? Wir jedenfalls nicht. Umso überraschter waren wir von dieser
schönen Location, die uns zudem eine schön große Bühne bot. Zudem haben wir uns
in den letzten Jahren in der Gegend wohl einige Sympathien erspielt, denn auch
das Bürgerhaus war ordentlich gefüllt. "Echoes", das Bonbon aus dem Colossaal,
machte wieder "Shine On..." Platz. Dafür blieben "Astronomy Domine" und "On The
Turning Away" im Set. Erneut ein schöner Abend also, für die Band und
offensichtlich auch für das Publikum. Die selbstgebastelten Echoes-T-Shirts
haben uns auch daran erinnert, endlich mal in Sachen Merchandising aktiv zu
werden. Wenn wir nur mehr Zeit hätten... :-).
Backstage ging es bei Dampfnudeln, Seifenspender und Weißbier ebenfalls nett zu.
Nur Lichttechniker Christoph war mal wieder am Lamentieren, weil ein zu spät
eingetroffenes Lichtpult ihm Programmierstress knapp vor Showbeginn einbrockte.
Doch dank kurzer Rückfahrt und damit verbundener (vergleichsweise) früher
Bettruhe war um 2:00 Uhr auch für ihn die Welt wieder in Ordnung.
Ein Dankeschön geht ans Publikum, sowie an Bernd
Magin und seine Crew. Ein Wiedersehen wird es 2006 geben, dann wohl wieder in
der Feuerwache in Mannheim. Wir freuen uns drauf!
 |
|
24.09.2005 Aschaffenburg
Colossaal
Wieder
eine Top-Adresse und dann auch noch unser "Wohnzimmer". Zweimal im Jahr, jeweils
im Frühjahr und Herbst, stellt sich die Band die Frage, was man dem eigenen
Publikum in Aschaffenburg denn Besonderes zukommen lassen könnte. Waren es in
der Vergangenheit v.a. neue Dinge im Bereich Show und Projektionen, so sollte es
diesmal die Setlist sein, die für die "Special Effects" zuständig war. Dabei gab
es bandintern hitzige Diskussionen, ob man dem Publikum wirklich das "zumuten"
sollte, was da schwarz auf weiß geschrieben stand: Zum ersten mal kein "Shine On
You Crazy Diamond", zum ersten mal kein "Time". Dafür starteten wir das Konzert
mit dem Flaggschiff der Die-Hard-Fans: "Echoes"! Und als ob dieser "Moloch"
nicht schon genug harter Tobak gewesen wäre, legten wir mit "Dogs" und "Pigs"
gleich noch zwei Longtracks nach. Mit nur fünf gespielten Titeln in die Pause -
dafür hätte man jede andere Band wohl gesteinigt. Doch die Befürchtungen, ob das
für das Publikum nicht zu "heavy" wäre, entpuppten sich als völlig unbegründet.
Begeisterung nicht nur bei den "alten" Fans, sondern auch bei denjenigen, die
diese Titel vorher überhaupt nicht kannten. Evtl. hat sich das ja bei den
Plattenläden in und um Aschaffenburg ausgewirkt, die plötzlich steigende
Verkaufszahlen bei "Meddle" und "Animals" registriert haben könnten. Verdient
hätten es diese Alben ohnehin. Vor allem "Animals" steht doch viel zu sehr im
Schatten, zwischen den Mega-Alben "Wish You Were Here" und "The Wall". Von
Letzterem gab es dann im zweiten Set etwas zu hören, wo wir uns mehr auf die
"Mainstream"-Pink Floyd konzentrierten, auch wenn der Beginn des Sets mit
"Astronomy Domine" nochmal einen Uralt-Klassiker bot.
Fazit: Wer sich bei Echoes richtig überraschen
lassen will, der kommt am Colossaal nicht vorbei. Die familiäre Atmosphäre
bietet hervorragende Voraussetzungen für eine schöne Spielwiese und ist immer
wieder für Experimente gut. Und bis zum nächsten mal dauert es wieder nur sechs
Monate...
 |
|
22.09.2005 Nürnberg Hirsch
Aufgrund
guter Verbindungen zu Guido Glöckler vom Concertbüro Franken stand endlich auch
einmal die fränkische Metropole Nürnberg auf dem Tourplan, die ja allgemein für
Coverbands als ganz schwieriges Pflaster gilt. Dennoch war es uns zumindest
einen Versuch wert. Und wir sollten es nicht bereuen. Zum einen ist die
Entfernung nicht allzu groß, zum anderen gilt der Hirsch in Nürnberg als eine
der deutschen Top-Adressen im Live-Club-Bereich. Und das völlig zurecht, wie wir
bald feststellen konnten. Ein schöner Laden mit sehr nettem und professionellem
Team, guter Technik und Infrastruktur. Dementsprechend entspannt verliefen
Aufbau und Soundcheck. Der Puls stieg eigentlich nur bei Martin, nachdem er den
"Zeitloch"-Flyer entdeckt hatte (Einheimische werden wissen, was gemeint ist
;-)). Und allen Unkenrufen zum Trotz war dann auch der Publikumszuspruch viel
besser, als man das im Vorfeld erwarten durfte. Gerade stimmungstechnisch
straften die Nürnberger Fans alle Aussagen bezüglich "Reserviertheit" und
"Skepsis" bezüglich Coverthemen Lügen. Und so konnte man gemeinsam einen
stimmungsvollen Abend verleben. Club-Chef HG outete sich zu später Stunde dann
gar als Pink Floyd-Fan. Einigkeit bestand auch darin, dass dieser Abend nur ein
Anfang gewesen sein soll. Im Herbst 2006 wird es im Hirsch ein Wiedersehen geben
- wir freuen uns drauf und bedanken uns bei allen, die mitgeholfen haben, in
Nürnberg den ersten "Pfeiler in den Boden zu rammen".
 |
|
04.09.2005 A-St. Georgen Attergauhalle
Mit leichter Verspätung kamen wir im Salzkammergut
an, wo unsere Technikfirma M.A.X. schon die Attergauhalle für unsere Show
vorbereitet hatte. Sehr relaxed ging es an den Soundcheck, lediglich Paul hatte
etwas Hektik, weil er noch einen Abstecher zu Bekannten nach Passau gemacht
hatte. Die österreichische Gastfreundschaft war dann noch überwältigender als
Tags zuvor. Martin Roth und seine Leute verwöhnten uns wie bei Mama zuhause und
so gingen wir bestens gelaunt auf die Bühne. Am sensationellsten war jedoch die
Stimmung: Wer hätte gedacht, dass Österreicher so aus sich rausgehen können?
Nach dem Konzert hatten wir noch viel Zeit, uns mit den Gästen zu unterhalten.
Bei vielen netten Gesprächen merkten wir schnell, dass die Alpenrepublik einen
deutlichen Mangel an floydianischer Live-Musik aufzuweisen hat. Veranstalter
Martin Roth sorgte jedoch kurzerhand für Abhilfe, indem er quasi vom Fleck weg
für 2006 eine "European Pink Floyd Open Air-Show" buchte. Insofern freuen wir
uns schon sehr, im nächsten Jahr wieder am Attersee spielen zu dürfen. Ein
Dankeschön geht an Martin Roth und seine Crew, sowie Jörg, Uli und Sascha von
M.A.X., die einen perfekten Job machten (von anfangs ungünstig platzierten
Snare-Mikros mal abgesehen ;-)).
Nach einer erneut kurzen Nacht und einem trotz
Übermüdung sehr fröhlichen Frühstück brachen wir wieder Richtung Heimat auf.
Lediglich Paul blieb zurück: Er verlängerte das Österreich-Gastspiel für einen
Urlaub in den Bergen - beneidenswert! Gegen 14:00 Uhr waren wir dann wieder
zuhause.
Fazit: Wie bereits erwähnt, ein anstrengender, aber
dennoch toller Trip nach Austria. Wir kommen sehr gerne wieder!
 |
|
03.09.2005 A-Gutenberg
Open Air
Das Österreich-Wochenende! Zunächst ging es 700km südlich in die schöne
Steiermark, nach Gutenberg in die Nähe von Graz. Leider war es einer dieser
Tage, an denen die Nordseite der Alpen schöneres Wetter hat als der Süden. Fast
schon nasskalt war es, was zum einen für einen eher bescheidenen
Publikumszuspruch und zum anderen für eine ordentliche Verzögerung sorgte. So
konnten wir als letzte Band erst gegen 2:00 Uhr Nachts die Bühne betreten. Genug
Zeit also vorher, um sich dem guten Puntigamer Bier und anderen steirischen
Delikatessen zu widmen, was unsere Laune entsprechend hob. So boten wir den
Unverzagten im Publikum bis 3:30 Uhr noch eine gute Show. Dass wir so gute Laune
hatten lag aber nicht nur an den leckeren Getränken, sondern auch an der äußerst
netten Betreuung durch Herbert und seine netten Mädels. Dafür ein Dankeschön!
Dass die Nacht dann dementsprechend kurz werden würde, war klar. Da es nach St.
Georgen "nur" 250km zu fahren waren, konnten wir es uns aber wenigstens noch
leisten, erst zum Mittagessen anzutreten. Anschließend ging es dann wieder auf
die Piste, quer durch die österreichischen Kalkalpen.
 |
|
27.08.2005 Salzwedel
Parkfest Special Nach
längerer Zeit fand mit dem Auftritt beim "Parkfest Special" in Salzwedel mal
wieder ein Konzert im Norden der Republik statt. Nach gut fünf Stunden Fahrt
kamen wir relativ relaxed an und fanden dort eine tolle Location vor. Ein
schöner alter Park, wildromantisch und wie geschaffen für ein Open Air. Auch
geographisch konnten wir uns fortbilden und stellten fest, dass Salzwedel schon
zu Sachsen-Anhalt und nicht - wie von uns angenommen - zu Niedersachsen gehört.
Die Organisation war vom Feinsten (an dieser Stelle nochmal vielen Dank an alle
Veranstalter, Techniker und sonstige Helfer für den tollen Job!) und so durften
wir einen schönen Backstage-Container beziehen, auf dessen Ledercouch es sich am
Abend zuvor noch ein gewisser Herr Joe Cocker bequem gemacht hatte. Ein Teil der
Band holte sich im Hotel noch eine Mütze Schlaf, während der andere Teil bei
schönem (wenn auch etwas kaltem) Wetter übers Gelände pilgerte und die Auftritte
unserer Cover-Kollegen von Pfefferminz (Westernhagen), Bosstime (Springsteen),
Hells Belles (AC/DC) und U2-NL mitverfolgte. Kurz vor Mitternacht waren dann wir
an der Reihe und freuten uns über ein zahlreiches, sehr aktives Publikum sowie
einen fetten Bühnensound. Eigentlich wäre es unser erstes Konzert ohne
Saxophonist geworden, denn Lee hatte angesichts der kurz bevorstehenden Geburt
seines ersten Kindes anderes im Sinn als 700km von seiner hochschwangeren
Freundin entfernt ins Horn zu hupen. Doch wir fanden kurzfristig (wirklich
äußerst kurzfristig!) noch einen hervorragenden Ersatz. Niko, Saxer von Bosstime,
erklärte sich kurzerhand bereit, bei "Shine On You Crazy Diamond" und "Money"
mit einzusteigen und lieferte ein geradezu sensationelles Brett ab - der
ungeprobte Wahnsinn!
Nachdem wir gegen 3:00 Uhr die Tür
unseres Transporters zuwarfen, hätte man eigentlich ins Hotel gehen sollen. Doch
Paul und unser Lichttechniker Christoph mussten am nächsten Tag früh auf dem
Stadtfest in unserer Heimatstadt Aschaffenburg antreten. Also ging es
postwendend zurück. 500km, zunächst über endlose schnurgerade Alleen Richtung A7
und dann auf Deutschlands längster (und unbeliebtester...) Autobahn gen Süden.
Ein Höllentrip, der dank regem Fahrerwechsel glatt lief. Rekordfahrer bei diesen
1000km war Steffen mit ca. 900 am Steuer zurückgelegten Kilometern. Gegen 8:00
erreichten wir heimatliche Gefilde und jeder wollte nur noch ins Bett...
Abends auf dem Stadtfest waren dann aber alle wieder anzutreffen. Außer Paul
hatten alle "frei" und so konnten wir endlich mal wieder als Besucher an einem
Event teilhaben und den Kollegen entspannt beim musizieren zuhören.
Der Salzwedel-Trip war jedoch nur
ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns am kommenden Wochenende bevorsteht.
Zunächst am Samstag mal 700km nach Gutenberg bei Graz, dann erneute
Alpenüberquerung (Bus statt Elefanten ;-) ) zurück nach St. Georgen bei
Salzburg. Obwohl das wohl ziemlich heavy wird, freuen wir uns schon auf unser
Austria-Wochenende.
 |
|
13.08.2005 Hagen
Springe-Fest
Neuland im Sauerland: Zum ersten mal gastierten wir
in dieser Region und hatten mit dem Springe-Fest in Hagen gleich eine tolle
Adresse bekommen. Ganz wichtig: Das Wetter hielt und der grauenvolle August 2005
gönnte uns und dem Hagener Publikum einen regenfreien Abend. Da schon den ganzen
Tag auf der Bühne Live-Programm lief, hatten wir keine Zeit für einen
ausgiebigen Soundcheck, und so mussten wir und die Tontechniker zumindest am
Anfang erst einmal ein paar Soundklippen umschiffen, bevor die Sache ins Rollen
kam. Wir können uns dafür beim Publikum nur entschuldigen, bitten aber auch um
Verständnis. Unsere Produktion ist im Tonbereich weitaus aufwendiger, als man
das als Laie vielleicht ahnt. Nicht selten benötigen wir für Aufbau und
Soundcheck drei Stunden. Bei einem Stadtfest hat man diese Zeit aufgrund des
straffen Programmablaufs natürlich nicht. Also können alle Beteiligten nur
versuchen ihr Bestes zu geben und in der Kürze der Zeit einen guten Sound
hinzubekommen. Das war auch in Hagen so, wo Techniker und Band sehr gut
zusammenarbeiteten. Letzten Endes ist es ein Kompromiss: Ein guter Sound
bedeutet eine lange Umbaupause, die dem Publikum nicht zuzumuten ist. Also läuft
alles schnell ab, worunter evtl. die Qualität leidet. Die perfekte Balance zu
finden, ist nahezu unmöglich.
Dennoch waren wir in Hagen sehr zufrieden, wozu das zahlreiche und
enthusiastische Publikum einen entscheidenden Beitrag leistete, für den wir uns
nochmal von dieser Stelle aus bedanken möchte.
Nach dem Abbauen verteilten wir uns noch etwas auf dem Gelände, um den
angebotenen Leckereien zu frönen (Crepes, Caipirinha, etc.)... Ein wirklich
schönes Fest!
Bedanken möchten wir uns auch bei Rolf Möller und
seinen Leuten für die gute Organisation und die Gastfreundschaft. Hat Spaß
gemacht mit euch!
Und ein ganz besonders dickes Dankeschön geht an Anja und Uwe Specht, die
inzwischen so etwas wie die "guten Geister" von Echoes geworden sind. Anfangs
noch "normale" Fans, haben die beiden inzwischen umfangreiche Funktionen als
Hof-Fotograf, Backliner und Stagehands übernommen und sind eine echte
Unterstützung geworden. Scheint so, als ob die Echoes-"Familie" weiter wächst
:-).
 |
|
22.07.2005 Sailauf
Tsukahara-Festival
Das "Heimspiel" von Drummer Steffen. In seinem
gemütlichen Spessart-Dorf fand nun zum vierten mal das "Tsukahara"-Festival
(nach dem Salto des gleichnamigen japanischen Turners) statt und der "Prophet"
kehrte endlich ins eigene Land zurück. Dass der mit TV Smith auftretende Tote
Hosen-Drummer Vom Ritchie bei den mehrheitlich jungen Besuchern deutlich größere
Begeisterung auslöste, störte ihn dabei nicht weiter. Denn zum einen entpuppte
sich der englische Punk als netter und sehr freundlicher Zeitgenosse (und er
trug kein "I hate Pink Floyd"-T-Shirt wie sein Punk-Kollege Johnny Rotten...),
zum anderen konnte sich die Band auch weitestgehend unbehelligt über das schöne
Gelände bewegen.
Um 23:30 Uhr ging es dann pünktlich los, der Himmel verschonte das Festival mit
Regen und vor allem die älteren Festival-Besucher fanden großen Gefallen an den
floyd'schen Klängen. Auch wenn die U20-Generation mit dem Namen "Pink Floyd"
wohl nicht mehr allzuviel anfangen kann (trotz "Live 8" vor ein paar Wochen), so
rieben sich doch manche ab und an verwundert die Augen: "DAS ist von Pink
Floyd?!" Und auch wenn die evtl. dadurch steigenden Plattenverkäufe von Gilmour
& Co. sich nicht auf die Echoes-Konten auswirken, so ist es doch schön zu sehen,
dass selbst eine Coverband wie wir beim "Nachwuchs" noch Begeisterung für Pink
Floyd entfachen kann. Wäre auch zu schade, wenn aufgeschlossene Teens und Twens
nie etwas von dieser britischen Legende zu Hören bekommen würden, oder?
Bedanken möchten wir uns bei Caro für den "Great
Gig In The Sky", den Verantwortlichen vom TV Sailauf (besonders Wolle und
Christian) sowie den immens fleißigen Stagehands (neuer Abbau-Rekord!). Das
(fast schon obligatorische) Lob für die Hurricane-Crew geht diesmal an Johnny
Machacsek und Marco Melges.
 |
|
09.07.2005
Hockenheim Pumpwerk-Open Air (mit Seconds Out)
Pink Floyd vs. Genesis - diese äußerst
ungewöhnliche aber für Proggies perfekte Kombination gab es zum zweiten mal in
Hockenheim zu erleben. Während Seconds Out frisch und ausgeruht zur Tat
schreiten konnten, mussten wir erst einmal richtig wach werden, die Erlebnisse
des Vorabends verarbeiten (siehe unten) und uns wieder an intimere Bühnengrößen
gewöhnen. Das war dann aber nicht weiter schwierig, weil zum einen Lothar Blank
und seine Crew erneut perfekte Gastgeber waren und dazu ein zahlreiches und
frenetisches Publikum anwesend war. Wie schon im letzten Jahr wechselten wir uns
mit Spielen ab und genossen in den Pausen die Atmosphäre in der lauen
Sommernacht.
Für die beiden Bands hat das Pumpwerk-Open Air aufgrund des ausgezeichneten
Verhältnisses untereinander schon fast etwas von einem Familienausflug. Und so
verlief dann auch der ganze Tag: Entspannt, freundschaftlich und mit viel Spaß.
Danke an alle vom Pumpwerk sowie die Leute von Hurricane, die einmal mehr einen
tollen Job machten.
 |
|
08.07.2005
Künzelsau Schlosspark ("The European Pink Floyd Open Air-Show")
Das
war sie also, die Premiere der "European Pink Floyd Open Air-Show". Und wir
waren natürlich im Vorfeld entsprechend nervös. Die Wertwiesen, bzw. der
Schlossplatz in Künzelsau war wie für diese Premiere gemacht. Überhaupt ist
Künzelsau ein bemerkenswert schönes Städtchen mit viel Atmosphäre, da lohnt sich
auch ohne Konzert ein Besuch. Da passte die große Rundbogenbühne natürlich
perfekt ins Bild.
Der Anblick dieser Bühne und der aufgefahrenen Technik flößten alleine schon
Respekt ein, und das obwohl wir auch bei anderen Veranstaltungen schon auf
großen Bühnen gespielt haben. Die alles entscheidende Frage war natürlich:
Funktioniert diese Technik so, wie es geplant ist? Natürlich konnte nicht alles
perfekt laufen. So verhinderte z.B. der im ersten Set genau im 90°-Winkel auf
die Bühne scheinende Sonnenuntergang den Einsatz der Projektionen. Dennoch war
es ein ganz besonderes Spektakel. Musikalisch hatten wir uns mit Linda Carriere
und Annette Marquard zwei hervorragende Background-Sängerinnen mit auf die Bühne
geholt, die für ungeahnt fette Chöre und ein grandioses "Great Gig In The Sky"
sorgten. Im ersten Set waren die ca. 2.000 Besucher auf ihren Stühlen noch
relativ andächtig, doch spätestens mit "Another Brick In The Wall" kam im
zweiten Teil dann richtig Schwung in die Sache und die Leute gingen mit.
Grandioser Höhepunkt war dann "Run Like Hell", zu dem das Publikum endgültig die
Bestuhlung über Bord warf und vor die Bühne strömte.
Achja, das Wetter: Petrus entpuppte sich dann doch als Pink Floyd-Fan und gönnte
Künzelsau eine zwar recht frische, aber durchgehend trockene Nacht. Den
Wolkenbruch verlegte er netterweise acht Kilometer weiter, dafür vielen Dank!
Die
"European Pink Floyd Open Air-Show" ist also endgültig gelandet und hat bei
allen Beteiligten Lust auf mehr gemacht. Die Planungen für 2006 beginnen ab
sofort. Wir hoffen, dass wir dieses ambitionierte Projekt dann in möglichst
vielen Regionen Deutschlands und evtl. auch im Ausland realisieren können. Es
hat einfach einen ganz besonderen Zauber, wenn dieses leuchtende
Rundbogen-"Raumschiff" in einer lauen Sommernacht auf einem schönen Gelände
"landet" und floydianische Magie verbreitet. Das kann Musiker (und hoffentlich
auch Publikum) süchtig machen.
Ein herzliches Dankeschön geht an
-
den Veranstalter Christian von
Stetten und sein Team für die tolle Organisation und Gastfreundschaft
-
Markus Riedinger und die
Techniker von Green City Consulting, M.A.X. und Megaforce
-
Hansi Funck von Impresario
Events
-
die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter des Hotels "Anne-Sophie" in Künzelsau (wir kommen sehr gerne
wieder!)
-
das tolle Publikum in Künzelsau

 |
|
23.06.2005
LUX-Esch sur Alzette Summernight-Rock
Ein neuer "Länderpunkt" für Echoes war die Premiere
in Esch (Luxemburg). Zum luxemburgischen Nationalfeiertag fand auf dem zentralen
Platz von Esch das traditionelle "Summernight-Rock" statt. Gut drei Stunden
dauerte die Fahrt, das Wetter war hervorragend, die Location schön und die Crew
topfit. Nach Aufbau und Soundcheck bummelten wir noch ein bisschen durch die
Fußgängerzone, genehmigten uns ein Eis (wobei wir schnell herausfanden, dass der
italienische Chef des Eisladens großer Pink Floyd-Fan ist) und genossen die
französisch angehauchte Atmosphäre der Stadt. Für das Abendessen steuerte Martin
zielsicher einen der teuersten Läden von Esch an. Dort ließ man sich bei der
Zubereitung der (noch dazu kleinen) Speisen aber derart viel Zeit, dass für
einen kurzen Abstecher ins Hotel nur wenig Zeit blieb. Und der kurze Aufenthalt
fiel aufgrund der auf ca. 10° C eingestellten Klimaanlage in den Zimmern relativ
"frostig" aus. Zurück auf dem Platz waren gerade die Kollegen von der
Queen-Coverband MerQury auf der Bühne, deren Sänger dem echten Freddie Mercury
wirklich sehr ähnlich sieht. Mit einiger Verspätung waren dann wir an der Reihe
und das Konzert dauerte bis 01:30 Uhr, nachdem der örtliche Polizei-Präsident
die ursprünglich vorgesehene Sperrstunde von 24:00 Uhr netterweise spontan
aufgehoben hatte. Luxemburg hat ja den Ruf, ein gutes Pflaster für Prog- und
Artrock zu sein. Und tatsächlich: Der Platz blieb bis zum Ende mehr als gut
gefüllt, die Leute sangen in allen Altersklassen textsicher mit und honorierten
unseren Gig mit prächtiger Stimmung und viel Feedback.
Nach dem Abbau gaben wir uns den üblichen Absacker,
verabschiedeten uns von der tollen Crew (vielen Dank an Sascha und Mike von
get-up music, sowie Eurosound für die Technik) und es ging ins Hotel. Eine kurze
Nacht, ein schnelles Frühstück mit MerQury und schon ging es wieder heimwärts.
Leider standen wir vor Kaiserslautern noch eine Stunde im Stau, aber dann hatten
wir es doch geschafft. Fazit: Ein Trip, der sicher in die Top-Ten unserer
bisherigen Auftritte gehört. Das schreit nach mehr und wir waren sicher nicht
zum letzten mal in Luxemburg.
 |
|
18.06.2005 Neu-Isenburg
Hugenottenhalle
In der Hugenottenhalle zu spielen hatte für die
meisten von uns etwas Besonderes. Schließlich waren wir dort schon in jungen
Jahren bei diversen Konzerten im Publikum zu finden (z.B. bei Marillion). Nun
selbst im Rahmen des "Open Doors"-Festivals auf dieser Bühne auftreten zu dürfen
verursachte schon ein gewisses Kribbeln im Bauch. Bereits um 13:00 Uhr enterten
wir die Halle für Aufbau und Soundcheck. Leider war das mit Problemen verbunden,
sodass schon am Nachmittag der Zeitplan aus den Fugen geriet. Während Mayqueen
schon für ihren Aufbau in den Startlöchern standen, war die Technik immer noch
nicht so weit um unseren Soundcheck machen zu können. Und zu allem Überfluss
musste sich auch noch Weili kurzfristig krankmelden. Eine üble Magen-Darm-Grippe
machte seinen Auftritt unmöglich. Stattdessen war für ihn zuhause zwischen Bett
und Toilette "Run Like Hell" angesagt ;-). Zum Glück konnte erneut Bobby Sattler
für ihn einspringen. Entschädigt für den Stress wurden wir durch ein sehr
leckeres Essen im italienischen Restaurant der Hugenottenhalle (sehr
empfehlenswert - unbedingt mal hingehen!).
Danach ging es erst mal wieder nach Hause, bevor die Band dann um 22:30 Uhr
wieder komplett in der Halle war. Rechtzeitig genug, um noch einen Teil den
grandiosen Auftritts der Queen-Coverband "Mayqueen" miterleben zu können. Das
war fett und wurde vom zahlreichen Publikum auch lautstark abgefeiert.
Dann waren wir an der Reihe. Doch leider stellte sich heraus, dass unser
mittäglicher Soundcheck ziemlich für die Katz gewesen war, denn viele
Einstellungen passten nicht mehr. So dauerte es ziemlich lange, bis wir endlich
mit dem traditionellen "Shine On" loslegen konnten. Und auch während der Show
mussten wir teilweise noch ganz schön rudern, um unseren Monitorsound so in den
Griff zu bekommen, dass es halbwegs OK war. Unten im Saal schien der Sound
jedoch bestens zu sein. Das Publikum ging sehr gut mit und freute sich
offensichtlich an dem, was wir ablieferten. So ging es schließlich bis 02:00 Uhr
nachts, ehe die letzten Schläge von "Run Like Hell" ("A Tribute To Weili"...)
ausklangen.
Fazit: In einer großen Halle auf einer großen Bühne spielen zu können ist eine
tolle Sache, auch wenn die Technik dort nicht ganz so leicht beherrschbar zu
sein scheint. Letzten Endes ging aber alles gut über die Bühne und wir hatten
viel Spaß.
 |
|
11.06.2005 Schwäbisch-Hall
NCO-Club
Wieder ein weißer Fleck weniger auf unserer
Landkarte. Der NCO-Club in Schwäbisch-Hall atmet Rock'n'Roll aus jeder Ritze.
Auch wenn wir lichttechnisch ein paar Abstriche machen mussten, war es erneut
ein tolles Konzert, zu dem trotz einiger anderer Großveranstaltungen im Umland
zahlreiche Leute gekommen waren. Für den kurzfristig ausgefallenen Weili sprang
netterweise Bobby Sattler am Saxofon ein und machte uns einmal mehr deutlich,
über welche nahezu unglaublich hochwertige Auswahl an Saxern wir verfügen. Aber
auch sonst war alles eine runde Sache: Einer der kultigsten Backstage-Räume der
letzten Jahre, ein fetter Bühnensound (Danke an Georg) und ein tolles Publikum.
Wir kommen sehr gerne wieder!
 |
|
08.06.2005
Aschaffenburg Hofgarten (unplugged)
So "fühlt" sich also "Pink Floyd unplugged" an...
Und wir waren scheinbar nicht die einzigen, die dieses Experiment spannend
fanden, denn der Hofgarten war proppenvoll. Überhaupt der Hofgarten: Das edle
und doch natürliche Ambiente dieses Hauses, in dem sonst die erste Liga der
deutschen Kabarett- und Comedy-Szene gastiert, war für ein Vorhaben wie das
unsrige perfekt. Dennoch war alles etwas seltsam. Manche Titel veränderten sich
teilweise so erstaunlich in unerwartete Richtungen, dass man gar nicht mehr
glauben konnte, sie hätten auch nur irgendwas mit Pink Floyd zu tun. Andere
Titel weigerten sich beharrlich, erfolgreich "unplugged" zu werden und kamen
dann doch eher sperrig und unausgegoren daher. Da hätte man im Vorfeld wohl
intensiv an neuen Arrangements arbeiten müssen, was auf der anderen Seite aber
nicht mehr so spontan gewesen wäre. Letztlich war es ja ein Experiment. Da
passieren mitunter wundersame Dinge, aber halt auch Ernüchterungen. Davon schien
das Publikum aber nichts mitbekommen zu haben, denn die Stimmung und die
Atmosphäre war von Anfang bis Ende einfach einzigartig. Dafür von der ganzen
Band ein dickes Dankeschön!
Natürlich kam gleich nach Konzertende die Frage
auf: "Wann macht ihr das wieder?" Nun, wir wissen es nicht. Aber irgendwie hatte
die ganze Band das Gefühl, dass sich so ein Abend gerne wiederholen darf. Mit
den jetzt gewonnenen Erfahrungen wäre ja zudem noch eine Steigerung möglich.
Tja, lassen wir das Konzert jetzt erst einmal setzen, und dann schauen wir mal,
ob und wann wir wieder die Stecker ziehen ;-).
 |
|
14.05.2005
Gera-Aga Seenachtsfest & 15.05.2005 Aschaffenburg Colossaal
"Pink Flut" hat jemand über das Open Air in Gera
geschrieben - und damit die Sache auf den feuchten Punkt gebracht. Aber der
Reihe nach... In kleiner Besetzung machten wir uns Samstag morgens von
Aschaffenburg aus auf den Weg Richtung Gera, den Blick schon recht sorgenvoll in
den grauen Himmel gerichtet. So regnete es dann auch bei unserem Eintreffen in
Gera-Aga. Ein tolles Gelände mit See, dazu eine schöne Bühne, die mit edler
Technik (für Fachleute: U.a. ein db Audio Line-Array) bestückt war. Und die
Leute von MGee kennen wir inzwischen ja schon aus den letzten Jahren.
Schließlich trafen auch Lee (er reiste aus Berlin an) und Olli (kam von einer
Familienfeier aus Bamberg) ein. Wir genossen hervorragende Spaghetti Napoli (nochmal
Kompliment an den Koch!) und gingen dann erst einmal ins Hotel, wo die meisten
von uns noch eine Runde schliefen oder sich die Meisterfeierlichkeiten der
Bayern im TV anschauten (Steffen...). Zurück auf dem Gelände hatten wir Spaß mit
"Los Banditos", einer wirklich abgefahrenen Truppe, die sehr geile Musik im
60er-Style machte. Dann kam das große Feuerwerk - zumindest sollte es kommen.
Was zu sehen war, war beeindruckend. Der See war ringsum beleuchtet und die
Explosionen spiegelten sich auf der Wasseroberfläche. Aber schnell wurde klar:
Das lief nicht wie geplant. Grund war der Dauerregen, der einen großen Teil der
Pyrotechnik schlicht aufgeweicht und funktionsunfähig gemacht hatte. Bitter für
die Feuerwerker, die sich wochenlang auf diesen Tag vorbereitet hatten. Aber
auch wenn nicht alles geklappt hat, war es absolut sehenswert. Anschließend
waren wir an der Reihe. Es war nass, es war spät und dennoch gab es einige
Unerschrockene, die tapfer vor der Bühne blieben. Der Regen wurde aber immer
stärker, und dann kam auch noch ein so ungünstiger Wind auf, dass der Regen auf
die Bühne getrieben wurde. Mitten im Gitarren-Solo von "Another Brick In The
Wall" machte es dann "plopp" und nur noch Steffens Drums waren zu hören. Da
hatte die Sintflut einen FI-Schalter umgelegt. Zunächst dachten wir, dass es
nach einer kurzen Unterbrechung weitergehen könnte, aber die PA-Firma senkte den
Daumen und das Konzert war unfreiwillig zuende. Sehr schade, denn bei schönem
Wetter wäre diese Veranstaltung wohl ein absolutes Highlight geworden. Aber
Petrus war an diesem Tag wohl kein Pink Floyd-Fan. Ein dickes Dankeschön dennoch
ans Konzept Team Gera und die Leute von MGee (Lutz, Rene und Sven seien
stellvertretend erwähnt). Vielleicht ergibt sich ja noch einmal die Möglichkeit,
beim Seenachtsfest zu spielen. Dann aber bitte mit schönem Wetter.
Nachdem wir so nun quasi eine Stunde mehr "Freizeit" hatten, mischten wir uns
nach dem Abbau noch einmal kurz unter das Volk und mussten Autogramme an teils
sehr exponierten Stellen schreiben. Danach ging es ins Hotel, wo wir uns einen
mehr oder weniger kurzen Absacker gönnten.
Nach dem Frühstück machten wir uns
auf den Weg Richtung Heimspiel im Colossaal. Lee setzten wir in Würzburg ab, wo
seine Freundin Sue (die bei Echoes auch schon "Great Gig In The Sky" gesungen
hat) ihn abholte. Dabei durften wir einen Blick auf ihren schönen Bauch werfen -
noch 18 Wochen und Sue ist Mama!
Nach dem Ausladen im Colossaal gab es noch ein kurzes Mittagsschläfchen und
Abends waren wir dann alle wieder topfit. Das war auch gut so, denn entgegen
aller Erwartungen stellten wir einen neuen Besucherrekord für unser
Frühjahrskonzert im Colossaal auf. Das motiviert natürlich zusätzlich, und so
lieferten wir ein Konzert ab, mit dem sogar wir selbst hochzufrieden waren. Das
hat richtig Spaß gemacht, vor allem weil das Publikum in Aschaffenburg von mal
zu mal frenetischer wird. Deshalb an dieser Stelle ein Dankeschön an alle
Besucher, die diesen Pfingstsonntag im Colossaal mit uns verbracht haben! Wir
hoffen dass ihr genau so viel Spaß mit uns hattet wie wir umgekehrt mit euch!
Als nächstes steht jetzt unsere "Unplugged-Show"
im Aschaffenburger Hofgarten-Kabarett an. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt,
wissen wir selbst noch nicht so recht, was das wohl werden wird. Insofern geben
wir dieser Veranstaltung einfach mal das Motto "Jugend forscht". Bis dahin wird
es noch ein paar Proben geben, damit wir uns nicht selbst allzu sehr ins "kalte
Wasser" werfen. Denn von Wasser haben wir nach dem Open Air in Gera erst einmal
genug ;-).
 |
|
30.04.2005 Ahaus Logo
"Tanz in den Mai" mit Echoes?! Bierselige
Festzeltstimmung? Das passt sicher nicht... Eher könnte man das Motto "Walpurgnisnacht"
ein wenig in Richtung Pink Floyd biegen, aber auch das funktioniert wohl nicht
wirklich gut. Aber diese Fragen stellten sich erst gar nicht, denn zum einen
sollten wir ganz klar ein Kontrastprogramm für alle "Mai-Muffel" darstellen, zum
anderen ist der in unserer Heimat bestehende Brauch mit Maibaumaufstellung,
Blasmusik, Fassbier und Volksfeststimmung im Norden bei weitem nicht so
verbreitet. Was gleichzeitig bedeutet, dass zumindest Steffen auf diese
liebgewonnene Tradition in diesem Jahr verzichten musste. Dafür konnte er
während der Fahrt am Radio live mitverfolgen wie sein FC Bayern mal wieder
Deutscher Meister wurde :-). In Ahaus fanden wir wie gewohnt eine perfekte
Organisation vor, für die wir uns stellvertretend bei Frank und Clemens
(inklusive Hund Rufus!) bedanken möchten. Jedoch wirkte sich die Mainacht dann
doch irgendwie aus: Im vergangenen Jahr war das Logo ausverkauft, dieses mal
"nur" gut gefüllt. Wahrscheinlich war es aber einfach nur der erste warme
Sommerabend des Jahres, der die Leute eher ins Freie als in einen Rock-Club
lockte - schließlich hätten wir genau das auch gemacht, wenn kein Konzert auf
dem Plan gestanden hätte ;-). Unserer Spiellaune tat das keinen Abbruch. Das
Publikum war von der ersten Sekunde an präsent und widerlegte einmal mehr die
These vom "kühlen Norddeutschen". Und wir hatten "etwas Neues" dabei: Bobby
Sattler, seines Zeichens ein weiterer begnadeter Saxophonist vor dem Herrn. Der
Grund für seinen Einsatz: Der ursprünglich eingeplante Weili ist Papa geworden!
Seine Marion hat ihm Töchterchen Paula geschenkt und wir freuen uns riesig für
die Drei. An dieser Stelle nochmal herzlichen Glückwunsch! Während Weili also
nun zum ersten mal mit dem Thema Windeln und Babygeschrei konfrontiert ist, war
Bobby mehr als einfach nur ein Ersatzmann. Eigentlich unglaublich: Echoes haben
jetzt drei Saxophonisten zur Auswahl, und jeder einzelne ist ein echtes "Brett"!
Was man von Ollis Equipment nicht immer behaupten kann: Während "High Hopes"
ging sein Amp in die Knie, worauf Olli kurzerhand das Solo auf der
Akustik-Gitarre spielte und so schon einmal einen unfreiwilligen Vorgeschmack
auf unser "Unplugged"-Konzert gab. Das Publikum sah es ihm gnädig nach, zumal
der Amp wieder zum Leben erweckt werden konnte.
Nach dem Konzert und dem Abbau hatten wir dann noch Gelegenheit, uns mit unserem
Hannoveraner "Fanclub" zu unterhalten. Sie waren ja schon extra nach Mannheim
gekommen, insofern war Ahaus für sie eher "um die Ecke". Trotzdem sind diese
Jungs, die wir von hier aus herzlich grüßen, irgendwie Freaks :-).
Der 1. Mai begann für uns nach einer eher kurzen Nacht und einem guten
Frühstück. Und es ist ein Nachteil des Musiker-Daseins, dass man solche
herrlichen Tage zum größten Teil auf der Autobahn verbringen muss :-(. Am frühen
Nachmittag waren wir dann aber zurück und es fand sich auch noch Zeit für eine
entspannte Grillparty im Garten. Ein schöner Vorgeschmack auf das erste Open Air
des Jahres am 14.05. in Gera!
 |
|
26.03.2005 Mühlheim Schanz
"Ausverkauft" meldete - wie auch schon im letzten
Jahr - das Schanz in Mühlheim. Wenn man dann als Musiker noch dazu in 20 Minuten
(falls man sich nicht verfährt und in Lämmerspiel herumirrt) hinfahren kann, ist
der Tag schon gerettet. Entspanntes Aufbauen, relaxter Soundcheck und
anschließend leckere Schnitzel wahlweise in L-, XL- oder XXL-Format. Da wünscht
man sich nur noch eine Hängematte. Aber es soll ja noch ein Konzert gespielt
werden. Das Programm blieb im Vergleich zu den letzten Konzerten unverändert.
Vor allem die "Animals"-Tracks funktionierten prima, sodass in uns die Idee
reift, irgendwann einmal das komplette Album zu spielen. Auch wenn "Animals",
eingekeilt von den Mega-Sellern "Wish You Were Here" und "The Wall" leider in
der öffentlichen Wahrnehmung ein Schattendasein fristet - die Platte ist ein
echtes Juwel, welches den beiden vorgenannten in nichts nachsteht. Auch die
Stimmung in Mühlheim war erneut ein Erlebnis und für die Band scheint sich das
Schanz so langsam zu einer zweiten Heimspielarena (nach dem Colossaal in unserer
Heimatstadt) zu entwickeln. Viele Freunde und Bekannte waren da, und es ging
auch sonst recht familiär zu, was auch an Martins Verwandtschaft zu den
Betreibern liegen könnte. Ein herzliches Dankeschön an Simon Goss und seine
Crew, aus der wir den Tontechniker Andy ganz besonders hervorheben möchten. Wenn
jetzt noch irgendwer eine logische und nachvollziehbare Verkehrsführung von
Mühlheim nach Aschaffenburg herstellt, sind wir rundum glücklich ;-).
 |
|
18. und
19.03.2005 Cölbe PAF und Frankenthal Krone Music-Club
Mit den zwei Gigs in Cölbe und Frankenthal standen
an diesem Doppelwochenende zwei relativ "heimatnahe" Veranstaltungen an. Im PAF
in Cölbe war schon bei unserer Ankunft eine Party in vollem Gange. Jürgen (nicht
Jens ;-)), dem wir auch von dieser Stelle noch einmal herzlich gratulieren
wollen, feierte dort mit kompletten Anhang seinen 50. Geburtstag, und das
Echoes-Konzert sollte für seine Gäste und ihn, zusammen mit dem regulären
Publikum, quasi das "Grande Finale" werden. Nach mehr als einem halben Jahr
Abstinenz hatten wir endlich auch einmal wieder Weili als Saxophonisten mit an
Bord, was "Dogs" und "Mother" zur Rückkehr ins Programm verhalf. Nach den
längeren Pausen in der letzten Zeit kam nun auch wieder die Live-Routine zurück
und wir konnten das Set souverän durchziehen. Ein Dankeschön an Klaus, Rainer
und Valeska für Gastfreundschaft und Support - das PAF wird durch sie zu einem
echten Wohlfühlclub!
Mit relativ wenig Schlaf ging es am nächsten Tag dann nach Frankenthal. Leider
trafen wir dort zunächst auf eine wenig gelungene Organisation. Offensichtlich
hatte niemand unsere Bühnenanweisung und unseren Technischen Rider durchgelesen,
denn die Bühne war nur äußerst karg (um es mal vorsichtig zu formulieren)
ausgestattet. Letzten Endes nahmen wir
die Sache selbst in die Hand und telefonierten PA-Firmen in Mannheim nach dem
benötigten Material ab, welches wir dann zu allem Überfluss auch noch mit
unserem eigenen Bandbus von dort holen mussten. Viel Stress, aber wir sind als
Band der Meinung, dass das Publikum für sein Eintrittsgeld eine ordentliche
Show erwarten kann - notfalls ergreifen wir dafür eben auch selbst die
Initiative. Verzögerungen und ein ausgefallenes Abendessen für unseren
Lichtmann Christoph waren die ärgerliche Folge der ganzen Aktion. Mit einer
guten Portion Galgenhumor schafften wir es dann jedoch relativ schnell, uns doch
noch für das Konzert zu motivieren. Schließlich kann das Publikum, welches
zahlreich gekommen war, nichts für Fehler, die andere machen. Und so lieferten
wir einen Gig ab, der spieltechnisch sicher zu den bisher besten in diesem Jahr
gehört. Der Abbau ging dann relativ flott,
auch wenn wir dabei den Eingangsweg einer gut besuchten Techno-Disco im
Frankenthaler Untergrund kreuzen mussten. Fazit: Das Beste daraus gemacht und beim ersten Vogelgezwitscher
(Frühling!) heil wieder nach Hause gekommen. Ein Dankeschön geht an FOH-Mann
Uli, der ebenfalls den widrigen Umständen erfolgreich trotzen konnte.
 |
|
05.03.2005 Karlsruhe Jubez
Nach weiteren sechs Wochen "Zwangspause" begann mit
dem Konzert in Karlsruhe endgültig das Jahr 2005. Wir reisten aus allen
Himmelsrichtungen an (Olli hatte noch ein anderes Konzert in Süddeutschland am
Abend zuvor, Lee & Sue kamen aus ihrer Heimatstadt direkt nach KA) und hatten
wegen des gemeldeten Schneefalls einen großzügigen Zeitpuffer einkalkuliert, der
leider verhinderte, dass Martin sich ein neues Bett kaufen konnte. Die Fahrt
verlief erstaunlich gut und wir waren vor der Zeit im Jubez, was ein entspanntes
Aufbauen und Soundchecken ermöglichte. Wie schon im Vorjahr war das Jubez sehr
gut besucht, und das, obwohl diesmal nicht das KA-XL-Festival stattfand und das
Wetter - wie bereits erwähnt - saumäßig war. Mit Besorgnis schauten wir am
Nachmittag aus dem Fenster und kalkulierten schon mal eine außerplanmäßige
Hotelübernachtung ein.
War es im letzten Jahr noch Olli, der sich mit einer massiven Erkältung
inklusive Fieber auf die Bühne schleppte, so hatte es diesmal den Jubez-Tonmann
Andi schwer erwischt. Dennoch stand er tapfer seinen Mann am Mischpult - dafür
nochmals einen herzlichen Dank! Ein ebenso herzlicher Dank geht an Manne Goos
und seine Crew, die uns ein sensationelles Catering auftischten. Alleine deshalb
kommen wir gerne wieder!
Zumindest mit dem ersten Teil des Konzerts waren wir nicht ganz zufrieden, denn
es schlichen sich ein paar Fehler ein, die wir sonst nicht machen. Die Musik von
Pink Floyd ohne Fehler zu spielen, ist zwar unmöglich (sollte jemand einen
fehlerfreien Pink Floyd-Live-Mitschnitt besitzen - bitte uns zusenden!), aber in
der Pause haben wir uns doch ein wenig geärgert. Das Publikum schien unsere
Fehler entweder nicht zu bemerken, oder sah großzügig darüber hinweg. Auf jeden
Fall konnten wir einmal mehr nur staunen, welche Reaktionen wir auszulösen im
Stande sind. Das 2. Set machte dann einen Riesenspaß, auch wenn sich erneut die
sechs Wochen Spielpause in kleinen Nebengeräuschen bemerkbar machten. Wir gehen
einfach mal davon aus, dass uns das als Band auch ein Stück weit auf dem Boden
bleiben lässt. Und, hey: Das Zeug ist verdammt schwer zu spielen ;-)!
Nach dem Abbau testeten wir zunächst einmal die Wetterlage, was schnell in einem
"Länderspiel" Deutschland - England mündete. Und zwar in Form einer handfesten
Schneeballschlacht auf dem Kronenplatz, bei der sich unser zahlenmäßig weit
unterlegener Engländer Lee unter Schützenhilfe von Sue äußerst beachtlich aus
der Affäre zog. Nach ca. 30 Minuten einigten wir uns auf ein Unentschieden und
hoffen, dass das "Rückspiel" erst im nächsten Winter stattfinden kann, sprich:
Es soll endlich Frühling werden! Die Heimfahrt gestaltete sich dank der
fleißigen Autobahnmeisterei erfreulich problemlos, sodass wir gegen 3 Uhr alle
im eigenen Bett liegen konnten.
 |
|
14. und 15.01.2005
Friedrichshafen Bahnhof Fischbach und Mannheim Alte Feuerwache
Nach den Feiertagen und über einem Monat
Live-Abstinenz waren wir ziemlich "heiß" darauf, endlich wieder auf die Bühne zu
gehen. Auf dem Plan standen zwei Läden, die wir vorher noch nie gespielt hatten:
Der Bahnhof Fischbach in Friedrichshafen und die große Alte Feuerwache in
Mannheim. Am Freitag nachmittag kamen wir nach entspannter Fahrt am Bodensee an,
der uns mit einem sehr mystischen und fast schon unheimlichen Sonne/Nebel-Mix
empfing. Den Bahnhof Fischbach fanden wir auch gleich und wurden dort schon von
Peter Berchtolds Crew begrüßt. Der Bahnhof ist ein sehr schöner Laden, liebevoll
restauriert und optimal für Live-Konzerte. Wer also auch mal einen Live-Club
bauen will, sollte an den Bodensee fahren und sich dort mal alles genau ansehen.
Viel besser geht es nicht! Auch die Crew war erstklassig, sodass wir ganz
entspannt aufbauen und soundchecken konnten. Natürlich waren wir gespannt,
welche Resonanz wir hier bei unserem ersten Gastspiel haben würden. Der
Vorverkauf war schon sehr gut gelaufen und am Abend erwartete uns dann auch ein
gut gefüllter Club. Ein paar kleine Unsicherheiten hatten sich nach der langen
Pause zwar eingeschlichen, doch im Großen und Ganzen waren wir - und wohl auch
das Publikum - sehr zufrieden. Nach dem Abbauen gönnten wir uns im
angeschlossenen Restaurant noch ein paar Bierchen, bevor es ins Hotel ging.
Mit Sonne satt empfing uns der Bodensee am nächsten Tag, den wir gemütlich mit
einem ausgedehnten Frühstück begannen. Als wir dann in unseren Bus einsteigen
wollten, kam uns eine Postbotin entgegen und bat um Autogramme für ihren Mann,
mit dem sie am Vorabend bei unserem Konzert gewesen war. Um ehrlich zu sein ist
uns das, obwohl es immer häufiger vorkommt, schon etwas peinlich. Schließlich
sind wir nicht Pink Floyd, sondern "nur" Echoes. Aber wenn es die Leute
freut, tun wir das natürlich trotzdem sehr gerne.
Da wir noch etwas Zeit hatten, machten wir in Überlingen noch einen kleinen
Spaziergang an der Strandpromenade, wobei Martin Flora und Fauna sehr genau
examinierte (passionierter Hobby-Gärtner halt). Wie fast schon üblich lief uns
auch in dieser fremden Stadt wieder eine von Pauls weiblichen Bekannten über den
Weg, was den Rest der Band jedoch nicht mehr sonderlich verwundert.
Dann ging es wieder auf die Autobahn und wir erreichten pünktlich die Alte
Feuerwache in Mannheim. Auch hier das gleiche Bild: Professionelle Location,
professionelle Crew, professioneller Veranstalter und ein mehr als ordentlicher
Vorverkauf, der schließlich am Abend knapp 800 Besucher zur Folge hatte. Eine
Kulisse, die bei allen rundum glückliche Gesichter verursachte. Nach dem Konzert
hatten wir noch Gelegenheit ein wenig mit den Besuchern zu plaudern und wir
merkten schnell, dass wir nicht diejenigen waren, die den weitesten Weg für
dieses Konzert zurückgelegt hatten. Rekordhalter in Mannheim waren ein paar
Jungs aus Hannover (!), die sich extra wegen uns auf den Weg gemacht hatten.
Aber in dieser Hinsicht haben wir in der Vergangenheit ja schon desöfteren
einige wirklich unglaubliche Leute kennengelernt. 800km Fahrt um ein
Echoes-Konzert zu sehen - das müssen echte "Crazy Diamonds" sein...
Nach dem Abbau hieß es für uns nochmal eine gute Stunde Autobahn, bevor wir
wieder zuhause waren. Allgemeines Fazit: Ein mehr als vielversprechendes
Auftakt-Wochenende 2005! Leider müssen wir aufgrund verschiedener
Verpflichtungen der einzelner Musiker zunächst wieder einmal pausieren. Ab März,
in dem wir alleine viermal spielen, geht es dann jedoch richtig rund.
 |
|